Ein Abend mit…

Wenn die Ringvorlesung München (zum Beispiel http://www.sce-web.de/ringvorlesung.html) einen Naturwissenschaftler und Politiker wie Ernst Ulrich von Weizsäcker einlädt, verspricht es wieder einmal spannend zu werden im Oskar von Miller Saal der Hochschule München.

Ringvorlesung am 07.12.2010

Ringvorlesung am 07.12.2010

Und so war es auch: ein überaus spannender und kurzweiliger Vortrag mit den Kernthesen seines neuen Buches „Faktor 5“ (hier zu kaufen…).

Von Weizsäcker spannte den Bogen von den Gefahren des Klimawandels, über die daraus notwendigen Schritte hin zu Lösungsansätzen, wie diese Schritte auch tatsächlich umgesetzt werden können.

Beeindruckend dabei war die Klarheit der Argumente und Offenheit der Kritik, mit der von Weizsäcker sprach. Und auch, dass es sich wohltuend von einer Rede mit gehobenem Zeigefinger abhob, die Dringlichkeit der nun zu gehenden Schritte verdeutlichte, ohne jedoch in Endzeitszenarien zu verfallen.

Mich persönlich beeindruckte vor allem der Gedanke der Erhöhung der Energiepreise, ohne dadurch die Wirtschaftsfähigkeit des Landes zu beeinträchtigen. Bei Utopie (siehe hier) sagt von Weizsäcker dazu: „Wir schlagen in dem Buch eine langfristige Verteuerung des Energieverbrauchs vor: Jedes Jahr oder alle fünf Jahre sollten die Energiepreise in dem Umfang angehoben werden, wie in der vorangegangenen Periode die Effizienz zugenommen hat. Dann braucht keiner befürchten, dass die Leute arm werden, im Gegenteil: Das Land wird insgesamt reicher, wenn es weniger Geld nach Saudi-Arabien fließen lässt, weil es diese Summen stattdessen in einheimische Ingenieure investiert.“

Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Prof. Gerhard O. Mensch, Ullrich Merkes am 07.12.2010, Photo: Ulrich Frey

Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Prof. Gerhard O. Mensch, Ullrich Merkes am 07.12.2010, Photo: Ulrich Frey

Nach der Veranstaltung beantwortete von Weizsäcker beharrlich und ausdauernd noch 45 Minuten lang Fragen aus dem Publikum um danach auch noch individuell Rede und Antwort zu stehen.

Insgesamt war die Veranstaltung wieder hervorragend organisiert (wir haben das ja im Sommer selbst mitbekommen, als Klaus Kofler (Trends & Wege) seinen Vortrag über die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft (mehr hier) im Rahmen der Ringvorlesung „Gesellschaftliche Innovationen“ gehalten hat).

Nach der Veranstaltung, hatte ich die Möglichkeit zusammen mit Prof. Gerhard Mensch  (http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Mensch_%28Innovationsforscher%29), Ullrich Merkes (Geschäftsführer VINETA http://www.vineta-solutions.com) und eben Ernst Ulrich von Weizsäcker bei einem Glas Rotwein die Gespräche im Restaurant Baal (http://www.osteria-baal.de) gleich um die Ecke zu vertiefen.

Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Prof. Gerhard O. Mensch, Ullrich Merkes am 07.12.2010

Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Prof. Gerhard O. Mensch, Ullrich Merkes am 07.12.2010; Photo: Ulrich Frey

Dabei gingen wir nochmals im Detail auf die „grünen“ Themen „Seltene Erden / Metalle / Rohstoffe“, „Böden / Monokulturen“ und „Produktivität“ ein, was Prof. Mensch dankbar aufgriff: er organisiert eine Lehrveranstaltung in Frankfurt zu Innovations-Themen, darunter natürlich auch „grüne“ Themen.

Es war beeindruckend und spannend, wie selbst zu vorgerückter Stunde jedes Thema mit Leidenschaft, Klarheit, Präzision und Optimismus angegangen wurde.

Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Prof. Gerhard O. Mensch

Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Prof. Gerhard O. Mensch; Photo: Ulrich Frey

Mein Dank an der Stelle an alle Beteiligten und ich freue mich auf eine Fortführung der Gespräche…

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Über zukunftsfaehigkeit

Mein Name ist Ulrich Frey und ich bin der (geistige) Urheber dieses Blogs. Es ist mir ein Anliegen, meine Ansprüche an mich und meine Mitwelt zu manifestieren, weil es meine feste Überzeugung ist, dass wir unsere Zukunft selbst gestalten können. Nun ein Gedankensprung: Zu Ende gedachte, echte Wertschätzung heißt: alles was ist, ist heilig. Und so sehe ich den Zustand, in dem wir leben, ebenfalls als heilig an. Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass auch heilige Zustände geändert werden dürfen, ja müssen, wenn sie uns dadurch „dienlicher“ erscheinen. Und so setze ich mich ein fur eine menschgerechte Welt in Balance. Eine Welt, von allen gestaltet und für alle gestaltet. Eine Welt in einer Mitwelt, die alles umschließt: Materielles, Immatrerielles, Natur, Mitwelt, Haben, Sein, Werte, Herz, Liebe, die Schöpfung, Energie… kurzum: alles. Ulrich Frey
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