Glück als Staatsziel?

Bhutan… woher kennt man Bhutan..? .. richtig! Dieses kleine Königreich im Himalya wird seit einigen Jahren immer wieder gerne zitiert, wenn es um „das Glück der Bürger“ geht… immerhin hat der Staat eine „Glücksformel“ in sein „BIP“ integriert.

Dieser Gedanke, den auch Frankreichs Präsident Sarkozy bereits 2009 aufgegriffen hat, findet nun auch Einzug ins deutsche Politikerleben: am Montag dieser Woche trafen sich Politiker und Experten, um „Wegen zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichen Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft“ zu suchen. Ob sie diese auch finden werden?

Hierzulande wird der deutsche Wohlstand ausschließlich durch das BIP manifestiert. Mit falschen Schlussfolgerungen, wie Philipp Wittrock in der Rubrik „Wachstum und Wohlstand“ bei Spiegel-Online berichtet. Unter dem Titel „Deutschlands Politiker suchen das Glück“ (siehe http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,740032,00.html) zeigt er anhand eines einfachen Beispiels, dass Wachstum und Wohlstand (damit wird Lebensqualität gemeint) wohl nicht direkt miteinander zusammen hängen… so nützt zwar ein Autounfall in aller Regel dem BIP, zumeist allerdings nicht dem Wohlbefinden der Betroffenen.

Diese Einsicht, dass das BIP nicht als Maßstab für „erfolgreiches Wirtschaften“ ausreicht ist ein Gedanke, den wir in unserem Mittagsmanifest schon seit geraumer Zeit fordern. Mit dem Unterschied, dass wir selbstredend auch gleich eine mögliche Antwort auf diese – zugegebener Maßen schwierige Frage – geben. In dem Artikel Kritische Auseinandersetzung mit dem Shareholder Value Ansatz nach Milton Friedman finden wir die gleichen Anforderungen an den Shareholder Value, der ja den „Wert“ eines Unternehmens darstellt. Parallelen zwischen Shareholder Value und BIP sind gegeben – zumal für beide eine einfache Formel gilt: je höher desto gut.

Und wir sind ebenfalls der Meinung, dass dies eben nicht ausreicht, die rein monetären Ergebnisse zu bewerten. Deswegen nehmen wir in die Berechnung des Shareholder Values auch die Werte „Nachhaltigkeit auf Basis der Trible Bottom Line (TBL)“, „Wissen“, „Innovationsfähigkeit“ und „Resonanzliberalismus“ (nach Martin Sambauer) mit auf. Dieser Indikator kann – ganz vereinfacht gesprochen- auch als „Wertschätzungs-Performance-Index (WESPI)“ gesehen werden. Letztlich dient er zur Bewertung der langfristigen operativen Betriebsfähigkeit eines Unternehmens, oder eben es Staates.

Wie dieser WESPI ermittelt wird und –vor allem- wie er positiv beeinflusst werden kann, dies zeigt unser Ansatz der Wertschätzungsketten.

Gewiss – das Thema ist nicht einfach, aber wie sagte schon Einstein: „“Problems cannot be solved by the same level of thinking that created them.” Deswegen sollten wir gerade wenn es um unsere Lebensqualität geht, anspruchsvoll sein. Hoffen wir, dass es die Politiker und Experten, die das „Glück als Staatsziel“ in das BIP einfließen lassen wollen, ebenfalls anspruchsvoll sind…

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Über zukunftsfaehigkeit

Mein Name ist Ulrich Frey und ich bin der (geistige) Urheber dieses Blogs. Es ist mir ein Anliegen, meine Ansprüche an mich und meine Mitwelt zu manifestieren, weil es meine feste Überzeugung ist, dass wir unsere Zukunft selbst gestalten können. Nun ein Gedankensprung: Zu Ende gedachte, echte Wertschätzung heißt: alles was ist, ist heilig. Und so sehe ich den Zustand, in dem wir leben, ebenfalls als heilig an. Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass auch heilige Zustände geändert werden dürfen, ja müssen, wenn sie uns dadurch „dienlicher“ erscheinen. Und so setze ich mich ein fur eine menschgerechte Welt in Balance. Eine Welt, von allen gestaltet und für alle gestaltet. Eine Welt in einer Mitwelt, die alles umschließt: Materielles, Immatrerielles, Natur, Mitwelt, Haben, Sein, Werte, Herz, Liebe, die Schöpfung, Energie… kurzum: alles. Ulrich Frey
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