Wertschätzung in Unternehmen; die Wertschätzungskette

Wertschätzung in Unternehmen

Der Wertschätzungsindikator als nachhaltige Unternehmenskennzahl und Controllingansatz

Frey Consulting hat den Wertschätzungs-Performance-Index (WESPI) entwickelt mit dem Ziel, ihn zunehmend im Controlling Eingang zu finden und regelmäßig als Erfolgskennzahl zu verwenden.

Dieser „Wertschätzungs-Index“ zeigt Ihnen auf einen Blick, wie nachhaltig Ihr Unternehmen im Bereich Selbstbild, Verbundenheit und Kommunikation aufgestellt ist und dient als Barometer Ihres Unternehmens im Vergleich mit Ihren Wettbewerbern.

Eine Verbesserung Ihres individuellen WESPI hat in der Regel positive Auswirkungen auf:

  • Mitarbeiterfluktuation
  • Mitarbeiter-Krankenstand
  • Produktivität
  • Effizienz
  • Effektivität
  • Ausschussware
  • Kundenbeziehungen
  • Zahlungsmoral
  • Bonität
  • Erreichung der Unternehmensziele
  • Außendarstellung des Unternehmens (guter Ruf)
  • Empfehlungs- und Folgegeschäft

Uns ist wichtig darauf hinzuweisen, dass die Installation von Wertschätzungsketten im Unternehmen zu „besseren“ KPIs führen wird – dass dies auch beabsichtigt ist, dass dies aber nicht der Grund unserer Überlegungen, nicht die Motivation zur Ausarbeitung der Wertschätzungsketten darstellt.

Vielmehr setzen wir uns aus Überzeugung mit dem Thema auseinander. Es ist die Wertschätzung uns selbst gegenüber, unseren Produkten und unseren Kunden und Stakeholdern. Es ist Ausdruck unserer inneren Haltung.

Ziel der Wertschätzung

Unser Wertschätzungsansatz hat das Ziel, Ihre (durchaus im Vorfeld festgelegten) Unternehmensziele (zum Beispiel in Form von Controlling-Kennzahlen) sicherer und schneller zu erreichen. Darüber hinaus werden alle Beziehungen des Unternehmens (Mitarbeiter-Vorgesetzter, Vertrieb-Kunde, Lieferant-Einkäufer, Bank-Unternehmer, Stakeholder-Unternehmen) gestärkt und gefestigt. Ein weiteres implizites Ziel des Wertschätzungsansatzes ist die kontinuierliche Fortführung Ihrer Kundenbindung.

Wie definieren wir Wertschätzung?

Wertschätzung bedeutet für uns, Personen, Prozesse und Dinge in Bezug auf ihren inneren Wert zu achten. Dabei ist es uns möglich, alle das wert-zu-schätzen, mit dem wir verbunden sind. Verbundenheit ist eine innere Haltung gegenüber Personen, Prozesse und Dinge, von denen wir glauben, dass sie ein Teil von uns sind, und wir ein Teil von ihnen. Im unternehmerischen Sinne sind wir mit dem Unternehmen, allen Stakeholdern und der Produktion sowie den Produkten verbunden.

Die vier Komponenten zur Wertschätzung:

Selbstbild Voraussetzung einer Wertschätzung anderen Personen und Dinge gegenüber ist nach unserem Ansatz immer die Selbstachtung und das Selbst-Wert-Gefühl. Erst wenn ich mir meines „Wertes“ bewusst bin, wenn ich mich Selbst achte, kann ich andere wertschätzen.
Selbstverantwortung Ich weiß, dass ich für mein Tun und Lassen verantwortlich bin. Dies bedeutet nachhaltig zu leben, nach innen wie auch nach außen.
Verbundenheit Wenn wir unsere Außenwelt als einen Teil von uns selbst sehen und uns im Umkehrschluss als einen Teil unserer Außenwelt sehen, stehen wir in Verbundenheit mit allen Dingen. Entsprechend tun wir alles, was wir tun, uns selbst. Wenn wir in der Verbundenheit mit allem leben, wird diese Erkenntnis schnell klar: siehe kategorischer Imperativ von Kant.
Kommunikation Wertschätzung wird meist über die Kommunikation (Sprache, Gestik etc.) zum Ausdruck gebracht. Vor der Kommunikation steht der Gedanke, nach der Kommunikation kommt die Tat. Wertschätzung findet in allen dieser drei Kategorien (Gedanke-Wort-Tat) statt. Wenn wir nun im Folgenden von Kommunikation sprechen, meinen wir implizit auch den Gedanken und die Tat.

Ein Ausdruck von Wertschätzung kann eine Kommunikation sein, die sich auszeichnet durch:

  • Die Wahrheit sagen, wenn man spricht und keine Wahrheit verschweigen, die ausgesprochen werden sollte
  • Ein Sicherstellen, dass alle Einzelpersonen über alle Informationen verfügen und alles Notwendige wissen
  • Eine einfache direkte, gradlinige, offene, ehrliche und vollständige Kommunikation

Daraus folgt, dass es innerhalb eines Wertschätzungssystems nach Definition keine Geheimnisse mehr gibt, stattdessen Transparenz auf allen Ebenen.

In wie weit sich dieser Ansatz in Ihrem Unternehmen durchsetzen lässt, in wie weit Sie als Unternehmer dazu in der Lage sind und welche konkreten Erfolge daraus abzuleiten sind, das ist Teil des Wertschätzungsseminars.


Aufbau der Wertschätzungskette

Innerhalb des Unternehmens lassen sich nun verschiedene Wertschätzungsketten aufbauen.

Wir unterscheiden zwischen horizontalen und vertikalen Wertschätzungsketten: Horizontale Wertschätzungsketten gehen immer von einem Initiator (z.B. Geschäftsführer, Prokurist, Abteilungsleiter, Mitarbeiter etc) aus. Optimal ist es, dass für verschiedene Initiatoren jeweils eine eigenständige, persönliche Wertschätzungskette aufgebaut wird.

Die vertikale Wertschätzungskette betrachtet eine eigenständige Einheit im Unternehmen, sei dies das Produkt, der Kunde, die Produktion etc.

Betrachtung der horizontalen Wertschätzungskette im Unternehmen

Im Folgenden wird die Wertschätzungskette für ein gesamtes Unternehmen aufgezeigt, ausgehend vom Initiator, der gleichzeitig Geschäftsführer ist:

Wertschaetzungskette aus Sicht des Initiators

Wertschaetzungskette aus Sicht des Initiators

Dabei vollzieht der Initiator zunächst eine Selbstansicht auf seine inneren Werte: Wie sieht sein Selbstbild in Bezug auf Selbstwert, Gesundheit, Zeit etc aus. Sind diese Werte im Einklang mit den vier Komponenten der Wertschätzung?

Danach betrachtet der Initiator sein Außen, die Verbundenheit zu seinem direkten sozialen Umfeld, wiederum im Hinblick auf den Aspekt der Wertschätzung.

Anmerkung: Diese beiden ersten Schritte sind bei jedem Initiator gleich.

Die nächsten Schritte sind individuell. In unserem Beispiel wird die Gesamtheit des Unternehmens betrachtet, das in Form der vorhandenen Unternehmensphilosophie, -ziele, -grundsätze und -vision zum Ausdruck gebracht wurde. Auch hier werden die drei Komponenten „Selbstbild“, „Verbundenheit“ und „Kommunikation“ auf Deckung hin beleuchtet.

Weiter geht es mit dem Arbeitsplatz, den Mitarbeitern etc. Bei einer anderen Person, einem anderen Unternehmen können und sind die einzelnen Äste der oben dargestellten Mindmap sehr unterschiedlich.

Beginnt der Initiator sich ernsthaft mit der Wertschätzung auseinander zu setzen, so wird er ein persönliches Wachstum und eine persönliche Weiterentwicklung erleben. Deshalb wird er intrinsisch motiviert sein, dieses Wachstum auf alle Bereiche seiner Wertschätzungskette auszuweiten und so diese immer wieder anpassen. Dadurch „wächst“ das gesamte Unternehmen, was zu den eingangs genannten Zielen führt: schnellere Umsetzung der Unternehmenskennzahlen, bessere Beziehungen und damit verbunden eine stetig wachsende Kundenbindung.

Betrachtung der vertikalen Wertschätzungskette im Unternehmen

Als Beispiel sei die Einheit „Kunde“ (Punkt 10 der oben gezeigten Aufstellung) aufgezeigt, wobei die Kundenbeziehung beispielsweise über eine Internetplattform (zum Beispiel kinderalbum.de) entsteht. Die folgende Auflistung zeigt den „Wertegang“ und damit die entsprechenden Ansatzpunkte der Wertschätzung dem Kunden gegenüber, ausgehend vom ersten Kundenkontakt bis hin zum Beschwerdemanagement:

  1. Erster Kontakt mit dem Kunden
    Plattform muss übersichtlich gestaltet sein
  • Plattform muss ergonomisch gestaltet sein
  • Einfache und klare Sprache
  • Übersichtliche und einfache Navigation (Kunde muss zu jeder Zeit wissen, wo er ist und warum er dort ist)
  • Auf jeder Seite Hilfemöglichkeit

2. Informationen / Inhalte / Produkte anzeigen

  • Alle Informationen vollständig anzeigen
  • Alle Informationen wahrheitsgemäß anzeigen
  • Nur notwendige Informationen anzeigen
  • Produktbeschreibungen im Wertesystem des Kunden (also zum Beispiel nicht zu technisch, wenn es sich nicht um ein technisches Produkt handelt)
  • Offener Umgang mit notwendigen Zusatzteilen, die eventl. fehlen (Beispiel: MP3-Player ohne Batterien, also Hinweis: Achtung, Batterien sind nicht im Lieferumfang enthalten)

3. Preis

  • Angabe des Verkaufspreises
  • Angabe der Mehrwertsteuer
  • Angabe des Verdienstes des Unternehmens
  • Exakter Preis, der auf Sparkonto fließt (nur bei kinderalbum.de)

4. Anmeldung innerhalb der Plattform (zum Bsp. für Kauf eines Produktes)

  • Abfrage nur wirklich notwendiger Daten
  • Erklärung, wozu die Abfrage der Daten notwendig ist
  • Freiwillige Angaben von Daten (zum Bsp. Geburtsdatum) extra beschreiben
  • Offenlegen, was alles mit diesen personenbezogenen Daten passiert
  • Verpflichtung seitens des Unternehmens, die Daten nur für den genannten Zweck zu erheben
  • E-Mail-Bestätigung der Anmeldung mit allen Infos zu den abgefragten Daten und einer nochmaligen Verpflichtung des sorgsamen Umgangs mit den Daten

5. Kaufvorgang

  • Transparente Beschreibung des Kaufvorganges (der Kunde weiß gleich zu Beginn, wie viele Schritte bis zum Abschluss auf ihn zukommen
  • Klare Navigation (Kunde weiß zu jeder Zeit, wo er im Kaufprozess steht, kann jederzeit auch wieder Schritte zurück gehen)
  • Aufklärung über weitere Kosten (Porto & Versand, eventl. Transportversicherung etc)
  • Aufklärung über Bezahlmöglichkeiten und Bezahlvorgang
  • Sinnvolles Angebot von „Schnäppchen“, die zum Produkt passen (zum Beispiel bei Kauf eines Handys oder Diskmans / MP3-Players die Möglichkeit, ein Solarladegerät mitzukaufen, um Steckdosenunabhängig zu werden und auf den Betrieb mit Batterien zu verzichten)
  • E-Mailbestätigung zum Kaufabschluss mit allen relevanten Informationen (also auch neuer Kontostand bei kinderalbum.de)
  • E-Mail-Bestätigung, wenn Ware Unternehmen verlassen hat, mit Ticketnummer, um Versand zu verfolgen (siehe Conrad Electronic)
  • Nach 2-3 Tagen E-Mail mit Bitte um Feedback zum Produkt, siehe Beschwerdemanagement

6. Beschwerdemanagement

  • Jede Beschwerde wird wichtig genommen und entsprechend bearbeitet
  • Jede Beschwerde wird aus Kundensicht ernst genommen (Wertschätzung Kunden gegenüber)
  • Jede Beschwerde wird aus Produktsicht ernst genommen (Wertschätzung  dem Produkt gegenüber)
  • Jede Beschwerde wird aus Unternehmenssicht ernst genommen (Wertschätzung dem Unternehmen gegenüber)
  • Jede Beschwerde wird innerhalb eines definierten und möglichen Zeitraums beantwortet (z.B. innerhalb 24 Stunden)
  • Jede Beschwerde wird im Bewusstsein bearbeitet, dass dies zum permanenten Verbesserungsprozesses des Unternehmens beiträgt

7. Konto

  • Unterhält das Unternehmen ein Kundenkonto, so hat Kunde jederzeit die Möglichkeit, das Konto einzusehen
  • Das Konto wird übersichtlich, richtig und vollständig angezeigt
  • Das Konto wird in der Sprache des Kunden angezeigt (der Kunde versteht die einzelnen Informationen des Kontos)
  • Die Entwicklung des Kontos kann über mehrere Zeiträume angesehen werden
  • Alle Buchungen des Kontos können eingesehen werden und werden gegebenenfalls erklärt
  • Konto kann für den Ausdruck aufbereitet werden
  • Im Konto wird auch ersichtlich, was das Unternehmen durch den Kunden an Gewinn erwirtschaftet hat.

8. Download

  • Wird innerhalb der Plattform ein Download (oder Upload) angeboten, wird die Dateigröße angezeigt (KB oder MB)
  • Anzeige der voraussichtlichen Übertragungszeit (eventueller Hinweis auf Kosten)
  • Verpflichtung, dass die Datei korrekt ist (inhaltlich) und virenfrei
  • Verpflichtung, dass die Datei virenfrei ist
  • Anzeige aller Systemvoraussetzungen, um mit der Datei zu arbeiten

9. Newsletter

  • Wird nur angeboten, wenn er einen echten Mehrwert für den Kunden enthält
  • Kunde hat jederzeit Möglichkeit, Newsletter zu abonnieren und abzubestellen
  • Anzeige, wie oft ein Newsletter verschickt wird und zu welchem Zweck (zum Beispiel Fremdwerbung, Eigenwerbung, neue Produkte, hilfreiche Tipps etc)
  • Kunde hat jederzeit die Möglichkeit, den Newsletter zu bewerten

10. Bewertung der Seite und Feedbackmöglichkeit

  • Jede Seite des Internetangebots kann mittels der Skala 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft) bewertet werden
  • Jede Seite hat ein Feedbackbutton, der direkt zum Feedbackformular verweist
  • Verpflichtung seitens des Unternehmens, die Feedbacks in einem bestimmten Intervall (zum Beispiel monatlich) auszuwerten, die Seiten entsprechend anzupassen und die Auswertung transparent im Internet zu kommunizieren

Die vertikale Wertschätzungskette eines Supermarktes (Aldi, Norma etc) wäre entsprechend anders aufgebaut, würde aber die wesentlichen Punkte ebenfalls beinhalten, zum Beispiel Preisgestaltung (also auch die Anzeige des Gewinns des Unternehmens), Beschwerdemanagement und ähnliches.

Umsetzung in eine Wertschöpfungskette

Als „Nebenprodukt“ lässt sich die Wertschätzungskette in der Regel in eine Wertschöpfungskette transformieren, da an verschiedenen Stellen im Unternehmen zusätzliches Potenzial freigesetzt wird. Dies führt zu höherwertigen oder neuen Produkten und zu höherem Deckungsbeitrag. In Verbindung mit dem Coaching zur Neuproduktentwicklung haben Sie ein Werkzeug an der Hand, mit dem Sie frühzeitig Kundenwunsch und Kundennutzen erkennen und in künftige Produkte umsetzen können.

Unsere Dienstleistungen zur Wertschätzungskette

Wir bieten das gesamte Wissen und alle Werkzeuge zum Thema Wertschätzung in Form von Weiterbildung und Consulting / Coaching an:

Wir führen regelmäßig Vorträge und Seminare zum Thema durch, bieten Ihnen Lehrmaterialien für das Selbststudium an, sowie eine Software, mit der Sie den Wertschätzungsansatz in Ihr Unternehmen portieren können.

Darüber hinaus beraten wir Ihr Unternehmen individuell, wie Sie mehr Wertschätzung  in Ihre Produkte, Kunden , Beziehungen etc integrieren können, wie Sie anhand des oben vorgestellten WESPI ein modernes Werkzeug für eine nachhaltige und ökonomische Unternehmensführung an die Hand bekommen.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Ulrich Frey

Frey Consulting

Holzkirchner Straße 20B

D-83626 Unterdarching / Valley

Mail: info (at) frey-consulting.de
Internet: www.frey-consulting.de

Tel: 08024 – 649 911 32

Mobil: 0173 – 344 22 16

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Kritische Auseinandersetzung mit dem Shareholder Value Ansatz nach Milton Friedman

Ökonomisches Ungleichgewicht

Drei grundlegende Probleme sollen kurz beleuchtet werden:

  • Finanzkrise und Shareholder-Value-Ansatz nach Friedman
  • Zinssystem
  • Gendefekt des Geldes

Beginnen wir mit der Finanzkrise und in diesem Zusammenhang mit dem Shareholder Value Ansatz

Dass die Finanzkrise keine gekapselte, isolierte Krise, sondern eine Systemkrise ist, wurde bereits von den verschiedensten Seiten gesagt. Prof. Berger vom Institut für Personal- und Unternehmensentwicklung Karlsruhe (http://www.business-reframing.de/www/cms/single_de_1) vergleicht die Finanzkrise mit einem sich drehenden Kettenkarussell, bei dem alle Beteiligten sich auf dem Karussell befinden und deswegen niemand mehr in der Lage ist, das Karussell abzustellen.

Ausgangsbasis der Krise waren nach Prof. Berger unter anderem zwei maßgebliche Punkte: zum einen die hohen Renditeerwartungen der Banken (bzw. dessen Shareholder), zum anderen die mangelnde Personalstruktur, um ein sinnvolles Rating der Wertpapiere durchzuführen. Dieses fehlende Personal ist übrigens ebenfalls dem Shareholder Value geopfert worden. Durch Milton Friedman kam der Leitgedanke des Shareholder-Value-Ansatzes in die Welt: er postulierte, dass das soziale Optimum nur durch maximalen Gewinn herbeigeführt werden kann. Friedman war so erfolgreich mit dem Gedanken, dass praktisch alle Regierungen von Friedman-Schülern beraten werden, (fast) alle Uni-Professoren (weltweit) letztlich Friedman-Schüler sind. Dadurch ist der Ansatz des Shareholder Values in aller Munde und in allen (großen) Unternehmen angekommen. Familiengeführte Mittelständler seien hier ausgenommen.

Was aber ist nun das Problem des Shareholder Value-Ansatzes? – Generell zwei Punkte sind zu nennen: zum einen hat sich Friedman in seiner Theorie einfach geirrt. Zu Beginn seines mathematischen Designs von freien Finanzmärkten unterlief ihm ein Ableitungsfehler, den zum Beispiel Nobelpreisträger George J. Stiglitz bestätigt hat. Dieser wurde nie geändert, führt aber zu falschen Schlussfolgerungen, auf denen nun ein ganzes Wirtschaftssystem aufgebaut ist.

Zweitens bringt der SV-Ansatz weitere erhebliche Gefahren mit sich: Da sich die Unternehmen ganz der Gewinnoptimierung verschreiben, wird der SV kurzfristig erhöht, in dem einfach Mitarbeiter entlassen werden (Personalkosten fließen direkt in die Bilanz ein). Dadurch geht dem Unternehmen aber langfristig wichtiges Know-How verloren, was sich aber in der Regel erst nach einigen Jahren negativ niederschlägt. Bis dahin haben die Manager ihre an den SV gekoppelten Gehälter und Boni längst kassiert und das Unternehmen bereits wieder verlassen.

Ein weiterer kritischer Punkt des SV liegt in der Entscheidungsfreiheit des Managers. Durch die Ausrichtung des Unternehmenserfolges an den SV verliert der Unternehmer bei Entscheidungen wichtige Freiheitsgrade: da die Entscheidung immer für die Effizienz des SV getroffen wird, scheiden andere Alternativen (vor allem langfristige oder „nachhaltige“ Alternativen) von vorneherein aus. Eine solche „monokulturistische“ Entscheidungsform birgt wichtige Gefahren, im Vergleich zu einer Entscheidungsform auf Grundlage einer „gesunden“ Diversität:

Prof. Bernard Lietaer (http://www.lietaer.com/) untersuchte 200 Ökosysteme und skizzierte die Ergebnisse in einem Schaubild. Dabei machte er eine interessante Beobachtung bzgl. Effizienz und Diversität: diejenigen Ökosysteme, die Monokulturen gleich sehr effizient waren, hatten eine ähnlich geringe Überlebenschance, wie jene, die eine zu große Diversität aufwiesen. Ein „window of survival“ tat sich in einem ausgewogenen Bereich zwischen Effizienz und Diversität auf:

Windows of Survival nach Prof. Lietaer

Windows of Survival nach Prof. Lietaer

Wie im Schaubild zu erkennen, skizziert Prof. Lietaer unser Geldsystem und den Ansatz des SVs außerhalb des Window of survivals…

Windows of Survival nach Prof. Lietaer  + Shareholder Value Ansatz nach Milton Friedman

Windows of Survival nach Prof. Lietaer + Shareholder Value Ansatz nach Milton Friedman

Mein persönlicher Ansatz liegt darin, die Bilanz um weitere Messgrößen zu erweitern, die neben den rein monetären Kennzahlen weitere aufnimmt: Nachhaltigkeitsansätze auf Basis der TBL, Wissen, Innovationsfähigkeit sowie die Integration der Mitarbeiter im Rahmen des unternehmerischen Resonanzliberalismus. Der SV, der ja an sich nichts Schlechtes, verwerfliches darstellt, würde aufgrund der Summe der einzelnen Posten berechnet werden und wiederum durch Normalisierung als Rating-Grundlage verwendet werden, siehe Tabelle.

Berechnung des Shareholder Value nach Ansatz des Mittagsmanifestes von Ulrich Frey

Berechnung des Shareholder Value nach Ansatz des Mittagsmanifestes von Ulrich Frey

Einfache Aufsummierung des SV nach den vorher normalisierten Unternehmenskennzahlen. Natürlich können die einzelnen „SV-Posten“ auch gewichtet werden, die Berechnung des SV kann auch gemittelt werden, siehe Tabelle 2.

Berechnung des Shareholder Value nach Ansatz des Mittagsmanifestes von Ulrich Frey, gewichtet

Berechnung des Shareholder Value nach Ansatz des Mittagsmanifestes von Ulrich Frey, gewichtet

Die TBL-Relevanz soll hier kurz vorgestellt und an anderer Stelle vertieft werden: Die nachhaltige ökonomische Entwicklung eines Unternehmens wird natürlich als Muss gefordert. Dabei ist aber nicht der kurzfristige monetäre Unternehmenserfolg eines Quartals gemeint, sondern die langfristige operative Betriebsfähigkeit. Die ökologische Nachhaltigkeit lässt sich an den Ökobilanzen ablesen. Ich bin mir sicher, dass in ein paar Jahren es völlig normal sein wird, dass jedes Produkt eine Ökobilanz aufweist (daher schon jetzt der Ratschlag an die Unternehmen, dies in die Geschäftspolitik mit aufzunehmen und eine Vorreiterrolle zu spielen!). Der letzte Punkt „soziale Relevanz“ lässt sich am besten mit dem Schlagwort Corporate Citizenship definieren und wird ebenfalls an anderer Stelle genauer betrachtet. Der Dreiklang dieser TBL wird als eine (gewichtete) Unternehmenskennzahl in die Bilanz einfließen.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hatte im September 2009 übrigens gefordert, Glück und Wohlbefinden als Faktoren für den wirtschaftlichen Fortschritt zu messen.1 Zitat:“ Nach Plänen des französischen Präsidenten sollen künftig auch Glück und Umweltschutz den Wohlstand eines Staates ausdrücken“

Ein letzter Gedanke zum SV: da wir mit allem Geld verdienen wollen, fallen die einfachsten Lösungen unter den Tisch: Plattfüße werden mit Einlagen behandelt, Schlaganfall oder Osteoporose mit Pillen. Wäre es nicht einfache, unsere Lebensweise und Kultur wieder an unseren Körper anzupassen? Der Evolutionsbiologe Daniel Liebermann nennt dies „Missevolution“.2

Die größte Gefahr des Shareholder-Value-Ansatzes liegt meines Erachtens nach darin, dass der Manager „richtig“ handelt, wenn er ausschließlich im Sinne der Gewinnoptimierung handelt. Dies gibt ihm die Legitimation, zum Bsp. gesellschaftlich relevante Themen nicht umzusetzen. Und vor allem entzieht er sich dem Vorwurf, zu hohe Rendite zu fordern. Während der Finanzkrise wurde den Bankern vorgeworfen, sie seien zu gierig und eine der zukünftigen Lösungsansätze ist eine Regulierung dieser „Gier“. Das Problem dabei ist nur, dass der Banker seine Gier nicht als solche erkennen kann. Denn er handelt ja nach der Vorgabe des Unternehmens: den SV zu erhöhen. Also handelt er innerhalb seines unternehmerischen Kontextes völlig einwandfrei. Auch wird er weiterhin alles daran setzen, den SV zu erhöhen, solange der SV im Mittelpunkt des Handelns liegt. Also wird der Banker die Löcher in den Regulierungen suchen, um „legal“ den SV weiter zu erhöhen. Und nochenmal: er handelt hier in seinem persönlichen Kontext völlig legitim! Dies ist ein Katz und Maus Spiel, was immer komplizierter wird.

Deshalb meine klare Forderung: Dieses „Spiel“ kann nur beendet werden, wenn der SV (bezogen auf zum Bsp auf die EBIT-Kennzahl) keine ausschließliche Rolle mehr spielt. Und dies impliziert einen Wandel weg von den materiellen Werten hin zu anderen Werten, zum Bsp. Corporate Citizenship, Resonanzliberalismus, Wissen, Innovationsfähigkeit. Dies würde sich auch in der Wertschätzung dem Kunden gegenüber positiv niederschlagen: Das Unternehmen hätte kein Interesse mehr daran, minderwertige Produkte herzustellen. Zu Ende gedacht, würde es auf die Dauer das Verbraucherschutzministerium überflüssig machen… es wäre ein Schritt hin zu einer menschgerechten Welt in Balance!

1siehe http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,648948,00.html 2siehe: http://www.meingesundheitszentrum.de/tag/ernaehrung/

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Dies ist mir wichtig…

Nun kommt mal ein sehr persönlich gehaltener und geschriebener Post…

Wo stehen wir, gesellschaftlich, wirtschaftlich, ökologisch…? – Ich weiß es nicht.

Ich glaube aber, dass es auch völlig egal ist, wo wir stehen – es sollte der Wertschätzung uns selbst gegenüber genügen, das „bestmöglichste“ zu tun (was immer das ist…).

Deshalb reihe ich mich in die Lange Schlange der Leute ein, die sagen: Wandel – jetzt!

Dass der Wandel bereits begonnen hat – viele sehen das nicht so, ich bin davon überzeugt. Dass aus dem Wandel ein Paradigmenwechsel entstehen wird – davon bin ich ebenfalls überzeugt.

Ich bin weiter davon überzeugt, dass wir eingeladen sind, den Wandel zu „beschleunigen“ – was leider nicht so ohne weiteres „funktioniert“…

Warum nicht?

weil, wir uns gegen den Wandel stellen. Durch folgende vollig legitimen Gründe:

1. Angst vor Verlust, dadurch

2. „gefühlte“ Einschränkung der Lebensqualität

3. antizipatorisches Denken haben wir nie gelernt

4. partizipatorisches Lernen kennen wir praktisch auch nicht

5. Es gibt keine Gierigen – nirgends!

6. Jeder hat Recht – immer!

Erst wenn wir diese Punkte wirklich verstanden haben, können wir über die Möglichkeit des Wandels sprechen!

Mein konkreter Vorschlag beginnt gleich mit einer These:

Der Mensch ist ein strebendes Wesen. Er hängt sich selbst eine Karotte vor die Nase, oder lässt sich eine vor die Nase hängen, und rennt dieser Karotte hinter her.

Der Autor hat ein Bild gemalt... Karotte heißt es...

Wir rennen immer einer Karotte hinterher

Unsere aktuelle gesellschaftliche Karotte heißt: Materialismus. Mit allem was dazu gehört: Porsche fahren ist geil, Angst vor Arbeitslosigkeit – weil dadurch die materielle Grundlage wegfällt, „die Freiheit gönn‘ ich mir“, usw.

Ich sage nicht, dass dies schlecht ist. Porsche fahren ist (für manche von uns, mich eingeschlossen) geil. Aber es taugt nicht dafür, sich über das „Porschefahren“ als Mensch zu definieren! Meine These: Diese Definition geht nur über immaterielle Werte.

Gelingt es, diese Karotte zu ändern, beginnt der „Wandel“ automatisch… viele sind bereits auf diesem Wege unterwegs, meiner Meinung nach aber sind wir eingeladen, diese Entwicklung zu beschleunigen (ohne dabei vorzugeben, wie diese Karotte auszusehen hat! – das muss jeder für sich selbst entscheiden!)

Wie aber nun konkret?

Ich bin davon überzeugt, dass wir unsere Karotte nur austauschen werden, wenn dadurch sich unsere Lebensqualität konkret, jetzt und spürbar verbessert.

Das ist der Hebel: aufzeigen, was Lebensqualität „wirklich“ ausmacht!

Ich bin mir sicher, dass Lebensqualität, echte Lebensqualität ausschließlich etwas mit unseren inneren Werten zu tun hat. Mit immateriellen Werten. Jede materielle Ausrichtung hat etwas mit Angst und Mangel zu tun (dies ist eine These – es hat aber mich noch niemand von Gegenteil überzeugt, deshalb behaupte ich das hier).

Wie bekommen wir das nun hin, dass die Leute über ihre „tatsächliche“ Lebensqualität nachdenken?  – Meiner Meinung nach nur durch die öffentliche Diskussion quer durch alle Medien. Entsprechend dem Modell „Nationales Thema“ nach Martin Sambauer.

Lasst uns ein Nationales Thema „Lebensqualität“ ausrufen!

Oder: Lasst uns eine Veranstaltung kriieren, die diese Themen auffangen – die für den gesellschaftlichen Wandel stehen. Und – natürlich! – diese Veranstaltung gibt es:

ich bin  überzeugt dass die „Tage der Utopie“ das PERFEKTE Medium darstellt, solche Themen zu diskutieren… alles weitere unter:

Xing-Gruppe Tage der Utopie

www.tagederutopie.de“

Facebook – Gruppe

Detaillierter wird dies auch im Mittagesmanifest diskutiert!

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Das Mittagsmanifest

Aus aktuellem Anlass -und auch um mich zu positionieren- hier nochmals Auszüge aus der urfassung des Mittagsmanifestes vom 15. August 2009.

Seit dem ist viel Geschehen – das Mittagsmanifest hat nichts an seiner Gültigkeit und Aktualität verloren… im Gegenteil…

Das Mittagsmanifest

Von Ulrich Frey
München, 15. August 2009
auch unter www.ulrich-frey.de abzurufen.

A – Vorwort
B – Status Quo
C – Die Antworten des Status Quo
D – Warum die Antworten nicht funktionieren
E – Möglichkeiten
F – Die Thesen

A – Vorwort
Es ist Zeit, Stellung zu beziehen. Das Mittagsmanifest heißt Mittagsmanifest, weil es Mittag ist. Es ist nicht 5 vor Zwölf, es ist auch nicht 5 nach Zwölf. Es ist genau zwölf. Woher der Autor das weiß? – Er weiß es nicht. Er definiert es. Denn es gibt keine Alternative zum Mittag: wenn es fünf vor zwölf wäre, würden wir weitere fünf Minuten warten. Wenn es fünf nach zwölf wäre, würden wir sagen: eh zu spät.

Also bleibt nur: Mittag. Jetzt.

Und gerade jetzt befinden wir uns in einem „Windows of Opportunities“, einem Zeit-Fenster, das seit vielen Jahren keinen besseren Zeitpunkt für einen Wandel offenbart als momentan.

Unsere Wirtschaft unterliegt Zyklen, der bekannteste davon ist sicherlich der Kondratjew-Zyklus. Daneben gibt es weitere, die sich hauptsächlich durch die zeitliche Ausrichtung von Kondratjew abheben: Kondratjew-Zyklen (long-term Zyklen), Kutznets (medium-long), Juglar (medium-short), sowie Kitchin (short term), die auch „bubbles“ genannt werden. 2008 ist eine übertriebene Juglar-Blase im US-amerikanischen Immobiliensektor geplatzt (die dann die so genannte Wirtschafts- und Finanzkrise ausgelöst hat) und die die anderen Zyklen mit in die Tiefe gerissen hat. Nach Prof. Dr. Mensch entstehen nun alle 4 Zyklen neu, was zu dem oben genannten „Window of Opportunities“ führt.

Menschs enhanced Schumpeter Model

Wir befinden uns in einer Umbruchzeit, die zwar noch dem Status Quo Rechnung trägt, in Wirklichkeit aber schon einen Schritt weiter ist. Es ist eine Epoche der Diskontinuität, die sich noch weiter ausbreiten wird. Prominente Beispiel dieser bereits vorhandenen Diskontinuität sind die akteullen (2009) Nobelpreisträger der Disziplinen Frieden (Obama), Literatur (Müller) und Ökonomie (Oliver Williamson), die ganz oder zum Teil im Bereich der Diskontinuität zu finden sind.

Was es nun braucht, sind Unternehmer, Denker, Umsetzer die frei nach Schumpeter das friedlich und wertschätzend das Prinzip der „schöpferischen Zerstörung“ umsetzen. In den folgenden Kapiteln wird immer wieder auf die ökonomische Notwendigkeit der Erneuerung eingegangen, sowie die gemachten Thesen vertieft.

Im Übrigen sollen alle im Folgenden behandelten Themen entlang der so genannten Triple Bottom Line der Nachhaltigkeit beleuchtet werden. Diese umfasst die ökologische, ökonomische und soziale Dimension einer Gesellschaft. Unter Nachhaltigkeit verstehen wir dabei „Dauerhafte (nachhaltige) Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“[1]

B – Status Quo.
Das folgende Kapitel zeigt den aktuellen Status Quo auf. Es wäre langweilig, die einzelnen Punkte detailliert aufzuzählen, da wir die Situation aus der Medienberichterstattung zur Genüge kennen. Daher hat der Autor die Detailfassung in den Anhang verlegt. Wer sie unbedingt lesen will, kann also im Anhang fündig werden. Der Autor geht davon aus, dass das Bewusstsein der „Probleme“ nicht zu deren Lösung führt, sondern dass gerade das Gegenteil der Fall ist: je mehr wir von den existierenden Problemen kennen, desto größer wird die Möglichkeit, dass wir gelähmt ob der bedrückenden Informationen erstarren. Eine These vorweg: wenn wir die Lösungsansätze aus dem letzten Teil des Mittagsmanifestes umsetzen, werden sich die Probleme lösen, ohne dass wir sie dazu kennen müssen…

Die kurze Übersicht der „Probleme“ soll in Anlehnung an die so genannte Triple Bottom Line (TBL) der Nachhaltigkeit geschehen:

Entsprechend der TBL also zunächst die Ökologischen Aspekte:
 Klimawandel
 Raubbau an der Natur
 Artensterben (jeden Tag gehen bis zu 200 Arten verloren)
 Verlust von Urwald
 Abbau von Rohstoffen
 Verschmutzung der Meere
 Abnehmender Salzgehalt der Meere / Versiegen des Golfstroms
 Überfischung

Der zweite Aspekt ist schnell erledigt und behandelt die Ökonomie:
 So genannten Wirtschaftskrise und Finanzkrise
Hierzu muss nichts gesagt werden, nur soviel: es handelt sich nicht um eine gekapselte, isolierte Krise, sondern um eine Systemkrise. Diese beinhaltet einfache Gesetzmäßigkeiten, die mittlerweile an die Grenzen gestoßen sind. Hier wird es, ob wir wollen oder nicht, mittel- bis langfristig zu großen Verschiebungen kommen. Grund dafür sind einfache, mathematische Überlegungen und Grundsätze.
 Unser Wirtschaftssystem und das Denken der führenden Manager, Professoren und Politiker ist stützt sich ganz maßgeblich auf die Lehren von Milton Friedman und seinem Shareholdervalue-Ansatz. Wer geneigt ist, kann in Kapitel xy nachlesen, warum sich Friedmans Lehre langfristig nicht durchsetzen kann.
 Entsprechend dem Friedmann-Ansatz gilt auch das gesamte Geldsystem als eine Einbahnstraße, die außerhalb des „Windwo-of-Survival“ liegt. In Kapitel xy wird dembezüglich auf eine These von Prof. Bernard Lietaer eingegangen.

Die sozialen Aspekte sind ähnlich frustrierend und frappierend wie die ökologischen. Während der Mensch die Ökosysteme nicht schont, scheint er seinesgleichen ebenfalls nicht zu schonen:
 86 Mrd. € an Entwicklungshilfe vs. gleichzeitig 160 Mrd. € an Zinszahlungen aus den gleichen Ländern
 Täglich sterben 100.000 Menschen an Hunger, davon 10.000 bis 30.000 Kinder unter fünf Jahren (auch an behandelbaren Krankheiten). Vs. 1,5 Billionen $ Rüstungsgeldern (=200 $ pro Mensch, zum Vergleich: für 8 Euro im Monat kann man bei Unicef Kindern der so genannten 3. Welt langfristig unterstützen)
 Ca. 110 Mio. Tote aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen im 20. Jahrhundert
 Im gleichen Zeitraum sind ca. 150 Mio. bis 200 Mio. Menschen durch Autounfälle ums Leben gekommen. Dies sind die direkten Unfallsopfer (derzeit jährlich ca. 1,2 Mio.), die zu beklagenden Toten aufgrund von Atemwegserkrankungen dürfte diese Zahl nochmals um das 2,5 fache übersteigen.
 Mittlerweile ist jeder 8. Bundesbürger von Armut bedroht.
 Notwendigkeit eines Verbraucherschutzes (unsere Gesellschaft hat es nötig, den Verbraucher vor den Herstellern / Dienstleister zu schützen. Denken Sie über diesen Satz nach! )

C – Die Antworten
Wie gesagt sind diese oben genannten „Probleme“ alle bekannt. Gegen einige wird medienwirksam berichtet und vorgegangen (z.B. Klimawandel), andere werden billigend in Kauf genommen (z.B. Verkehrstote oder Verbraucherschutz), wieder andere werden manipulativ verstärkt, um Profite zu erwirtschaften (Schweinegrippe, dies ist allerdings eine These, die der Autor nicht belegen kann).

Auch die Antworten auf die drängenden Fragen sind bekannt und würden diese durchgesetzt, gäbe es –nach Definition- keine Probleme mehr. Die populärsten Maßnahmen sind:

 Ordnungspolitischer Rahmen
Eine der drei „Hauptaufgaben“ des Staates ist es für innere Sicherheit und Ordnung zu sorgen, was er nicht nur durch Polizei umsetzt, sondern in erster Linie durch Gesetze und Verordnungen. Und man kann an der Stelle nicht sagen, dass der Gesetzgeber faul wäre.

Wo immer es notwendig erscheint, wird mittels ordnungspolitischen Rahmenparameter

Es wäre falsch, Natürlich kommt der Staat und die EU in außerordentlichem Maße den Verpflichtungen nach, die ist nicht nuEs wird auf jede
 Soziale Mehrleistung einzelner und caritative Einrichtungen
 Interessensvertretungen und Vereine
 CSR (Corporate Social Responsibility)
 Transparenz / Bereitstellungen von Informationen
 Bildungspolitik
 Globale politisch-ökosoziale Institutionen
 Mikrokredite in so genannten 3.-Weltländer
 Kyoto-Protokolle

Wir könnten nun alle die oben genannten Antworten durchgehen und jeden einzelnen Punkt loben. Denn bei jedem Teilaspekt gibt es durchaus beachtenswerte Erfolge zu verzeichnen: der Global Marshall Plan zum Beispiel, Anti-Korruptionsgesetze (auf landes-, bundes- und globaler Ebene), Initiativen wie Greenpeace, WWF, Transparency International), sowie der zahllosen Spenden- und caritativen Einrichtungen.

Dennoch verschlimmert sich die Gesamtsituation weiter. Leider sind in allen Bereichen nur Teilerfolge, aber keine Gesamterfolge zu verzeichnen. Obgleich die Lösungen auf der Hand liegen, werden sie nicht umgesetzt.

Anstatt immer neue Lösungen in den oben genannten Bereichen, also Ordnungspolitischer Rahmen und weitere, neue Institutionen errichten, sollte das Augenmerk darauf gerichtet werden, warum die bisherigen, eigentlich gute Antworten, trotzdem scheitern und neue, wirksamere Antworten konsequent suchen und umsetzen.

D – Warum die Antworten nicht funktionieren
Es gibt nach Meinung des Autors 6 Hauptpunkte und einige weitere Punkte, warum die Lösungsvorschläge nicht funktionieren. Diese werden hier vorgestellt.

 Es gibt keine Gierigen – nirgends!
Sie kennen das Zitat von Gandhi: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier“. Man sollte meinen, Gandhi hat Recht. Was aber, wenn es keine Gierigen gibt? Jeder handelt im Rahmen seines eigenen Wertesystems. Würden wir einen Herrn Zumwinkel fragen, ob er gierig ist, würde er dies im Rahmen seines eigenen Wertesystems verneinen. Auch ein Herr Wiedeking (2007/2008 77 Mio. € Gehalt und 2009 50 Mio. Abfindung) wird sich in seinem Wertesystem nicht als gierig empfinden. Selbst die Hedgefonds-Mitarbeiter und Banker in London oder Frankfurt werden sich selbst nicht als gierig einstufen. Dies bedeutet in Summe, dass es aus Sicht eines jeden Einzelnen keine Gierigen geben kann. Und wenn niemand gierig ist – warum also sollte jemand irgendetwas ändern? Dies ist nach Meinung des Autors der Hauptgrund dafür, weswegen alle oben genannten Ansatzpunkte scheitern müssen. Der Leser ist eingeladen, darüber nach zu denken. Nur noch ein Satz zum Verständnis: natürlich gibt es gierige Menschen, die sich auf Kosten anderer bewusst oder unbewusst bereichern, die sich nicht mit Luxus zufrieden geben, sondern mehr möchten. Dies wird nicht bestritten. Die These lautet: niemand erkennt sich selbst als gierig. Und daher fühlt sich auch niemand direkt angesprochen, wenn es um darum geht, sein Handeln im Kontext von Gier zu verändern.

 Jeder hat recht – immer!
Der nächste Punkt behandelt die Verantwortung – auch hier verhält es sich wie mit der Gier. Der Mensch handelt immer aus einem subjektiven Rechtsverständnis heraus. Jede gefällt Entscheidung wird in dem Moment der Entscheidung als „richtig“ subjektiv bewertet. Auch wenn die „objektive“ Wahrheit eine Entscheidung als „falsch“ bewertet, wird die subjektive „Wirklichkeit“ im Moment der Entscheidung immer „richtig“ sein. Daher lässt sich „objektiv“ nicht über Verantwortung diskutieren und regulieren! Dies ist aus Sicht des Autors der zweite Hauptgrund dafür, dass alle bisher angedachten Lösungsvorschläge nicht reüssieren werden. Der Leser ist auch hier eingeladen, darüber nachzudenken.

 Antizipatorisches Denken
Die Menschheit hat leider bis heute nicht gelernt, antizipatorisch, das heißt unabhängig von Raum und Zeit zu lernen, denken und handeln. Das heißt, dass das entdeckende Erfahrungslernen in der Praxis weiter ausgebaut wird. Wir lernen erst in der Krise über „Try-and-Error“-Versuche die beste Alternative zu finden. Gerade in Klimafragen und globalen Sozialfragen wird aber antizipatorisches Lernen dringend benötigt! Denn der Mensch verändert sein Handeln nur, wenn er einen direkten Mehrwert (zum Bsp. Verbesserung der Lebensqualität) erkennt.

 Partizipatorisches Lernen
Auch das gemeinsame Lernen und das Erarbeiten von Lösungen in der Gruppe wird zu wenig gefördert und umgesetzt. Wir werden im nächsten Kapitel einen konkreten Ansatz erfahren, wie zukünftiges Partizipatorisches Lernen und Handeln aussehen kann.

 Angst vor Verlust
In einer Welt, in der das Denken und Streben auf materielle Werte ausgerichtet ist, wird jede Veränderung mit Angst des Verlustes misstrauisch bewertet. Tiefgreifende Veränderungen sind so praktisch nicht möglich, weil die Angst vor Verlust des „sich verdienten Wohlstands“ in Form von Immobilie, Auto etc größer ist als die Zuversicht auf noch mehr Wohlstand.

 „gefühlte“ Einschränkung der Lebensqualität
Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Balance wird in unserer Kultur immer noch mit Verzicht assoziiert. Eine auf materiellen Wohlstand ausgerichtete Gesellschaft ist aber nicht bereit, diesen Verzicht (ob er nun tatsächlich notwendig ist oder nicht) zu akzeptieren und deshalb wichtige Veränderungen verhindern

 Das Mandelkernprinzip
Der Mandelkern (lateinisch: Corpus amygdaloideum) ist Teil des Limbischen Systems. Man geht davon aus, dass „negative Nachrichten“ den Mandelkern „befeuern“. Wird ein bestimmter Schwellenwert überschritten, reagiert der Mandelkern immer stereotypisch gleich: die Reaktion ist entweder Flucht, „Kopf-in-Sand“ oder Angriff. Allen drei Reaktionen ist eines gleich: es sind Abwehrmechanismen, die allesamt die Kreativität außen vor lassen. Ausgerechnet Kreativität, die in der Antwortsuche so wichtig ist! Leider vollzieht sich dieser Mechanismus derzeit wieder: durch permanente Berieselung schlechter Nachrichten macht sich Angst breit, die schließlich dazu führt, dass die Kreativität, dieses wichtige Potenzial, nicht eingesetzt werden kann.

 Verlust des Vertrauens in die Politik
Der Bürger hat längst resigniert und sieht seine Einflussnahme auf die Politik als zu gering ein. „Wir können ja doch nichts ändern“

 „I do if you do“
Es ist einfach, auf die anderen zu warten. „Wenn die da oben starten, mache ich mit“

 Angst vor Veränderung
Ganz wesentlich ist der Glaube an den Status Quo. Das neue macht uns Angst. „Zeige mir erst das andere Ufer, dann komme ich mit“.

 Religiöse Motivationen
kirchliche Handlungsrahmen, Gott wird es schon richten, es ist verboten, gegen Gottes Willen vor zu gehen. Wir sind Werkzeuge Gottes.

 Kirche will keine Veränderung
Kirche will den Status Quo halten

 Gesetzgeber will keine Veränderung

 Ordnungspolitischer Rahmen hängt immer der Entwicklung hinterher
Es kann in ordo-liberalen Gesellschaften keinen funktionierenden Gesetzesrahmen geben. Dies hat die Vergangenheit bewiesen. Denn die Gesetze sind zeitlich immer im Nachgang zu den Verwerfungen.

 Lobbyismus
Gewaltige Machtzentren stehen vielen wichtigen Entscheidungen im Weg. Lobbyisten sind zwischen Wirtschaft und Politik so vernetzt, dass unabhängige Gesetze nicht möglich sind.

 Althergebrachte Subventionspolitik
Interessensverbände sind vielerorts so stark, dass unsinnige Subventionen aufrechterhalten werden müssen.

 Missbrauch der Arbeitslosenzahlen als Wahlwerbung
Arbeitslosigkeit wird nach wie vor als Stigma gehandelt und entsprechend von den Politikern als Angstargumentation benutzt.

 Kurzfristiges Denken
Unsere Politik ist auf kurzfristiges Denken ausgerichtet. Die Wahlperioden von 5 Jahren reichen nicht aus, langfristig an einem Ziel fest zu halten. Parteiübergreifende Vereinbarungen gibt es nicht

 Persönliche Überlegungen stehen im Mittelpunkt
Der Politiker / Entscheider denkt zunächst an sich und seine kurzfristigen Ziele. Dies ist ihm nicht vorzuwerfen, da er konform mit seinem Wertesystem handelt (siehe antizipatorisches und partizipatorisches Handel, sowie „jeder hat recht – immer“ und „es gibt keine Gierigen“), denn er würde ein Verfehlen niemals als solches anerkennen. Auch entscheidet er oft im Namen anderer und meint deshalb, seine Hände wären ihm gebunden.

E – Möglichkeiten
Endlich, wird der geduldige Leser sagen, kommen wir zu den wirksamen Ansätzen einer Erneuerung. Der Autor stimmt zu. Wir kennen nun die Probleme, deren Lösungsmöglichkeiten und auch die Gründe, warum diese Lösungen nicht funktionieren.

Es ist an der Zeit, nun weitere Möglichkeiten aufzuzeigen.

Es wäre nun ein Einfaches, Forderungen zu stellen. So zum Beispiel eine Bildungspolitik, die antizipatorische und partizipatorische Denkansätze in den Schulen und Universitäten endlich einführen und umsetzen sollten. Oder ein Umdenken der Politiker, Meinungsbildner, Medien und letztlich jeden einzelnen Bürgers, dass es keine Umwelt, sondern nur eine Mitwelt gibt. Dass wir die Umwelt nicht als getrennt von uns sehen dürfen, sondern uns als Teil der Umwelt, eben als Mitwelt begreifen sollten. Aber ganz ehrlich: dies wäre auch nur eine weitere Forderung, die aufgrund der oben genannten Gründe nicht funktionieren würde…

Die Probleme der Menschheit sind spektakulär. Ihrer bedürfen genauso spektakuläre Antworten!

Der Autor fordert deshalb auf, über 6 Punkte vorbehaltlos nachzudenken und dann – wenn sie als uns dienlich eingestuft werden, umzusetzen. Dabei ist zu beachten, dass die Punkte aufeinander aufbauen.

1. Eigenverantwortliche Steigerung der persönlichen Lebensqualität
Wir sind uns alle darüber einig, dass nur ein „Wandel“ die Voraussetzung für Lösungsprobleme darstellen kann.
Die bedingungslose und vorbehaltlose Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensqualität ist Voraussetzung und „Motor“ des Wertewandels. Nur wenn wir unsere individuelle Lebensqualität steigern können, sind wir bereit für Veränderung.

Diese kritische Auseinandersetzung mit der persönlichen Lebensqualität muss radikal sein. Alle vorhandenen „Glaubenssätze“ dürfen dahin gehend überprüft werden, ob sie für uns dienlich sind. Dabei ist alles für uns dienlich, was uns in unserer persönlichen, individuellen „Entwicklung“ weiter bringt. ‚Weiter bringt’ im Sinne von: Der Mensch werden, der wir wirklich sind. Im höchsten uns vorstellbaren Potenzial zu leben. Frei von Angst (wenn uns das weiter bringt) in einer Welt der Fülle (materielles Wirtschaften, materielle Fülle wird nach einem echten Wertewandel zwangsläufig nicht mehr an erster Stelle stehen).

Wahrscheinlich wird dies zu Frieden und Aussöhnung und einer echten „Welt in Balance“ führen, weil es keinen Sinn mehr macht, einander auszubeuten. Nach den geistigen Gesetzten des Universums (soweit sie der Autor verstanden hat) ist eine der höchsten Entwicklungen der Dienst am anderen, der Dienst an der Gesellschaft. Der Autor ist darüber hinaus überzeugt davon, dass Darwin mit der These „Survival of the Fittest“ nur zum Teil Recht hatte: vielmehr scheinen alle wirklich wichtigen „Errungenschaften“ nicht auf Basis von Konkurrenz, sondern durch Kooperation entstanden zu sein.

2. Wertewandel
Der kulturelle Kontext unserer Werte bezieht sich auf materielle Güter: Einkommen, Arbeitsplatz, Auto, Reisen etc. Solange dieses materielle Denken im Mittelpunkt jeder Diskussion steht, wird es keine echten Änderungen geben. Denn jeder handelt in seinem persönlichen, individuellen Wertesystem so, dass er nach dem für ihn wichtigsten Wert strebt. In unserem kulturellen Kontext eben nach materiellen Werten. Nur das Verlassen des Status Quo wird einen Wandel bringen. Aber jeder „Aufbruch“ in einem materiellen Kontext führt zu der Angst des Verlusts und verhindert letztlich den konsequenten Aufbruch.

Das bisherige Denken in materiellen Dimensionen war uns dienlich, denn er hat uns technischen Fortschritt und (zumindest einigen wenigen) materiellen Wohlstand geliefert. Außerdem einen politischen und wirtschaftlichen Ordnungsrahmen, der sich jedoch selbst überlebt hat. Nun bedarf es neuer Ansätze:

Wir sind eingeladen und geradezu aufgefordert, den kulturellen Kontext des Materiellen zu verlassen. Das heißt nicht, dass wir auf Besitztümer verzichten sollen. Im Gegenteil. Es soll lediglich geprüft werden, ob uns die Besitztümer wirklich (vorbehaltlos) dienlich sind.

Darüber hinaus sollte wieder an die Werte gedacht werden, die den Menschen im Innersten ausmachen. Hierzu gibt es verschiedene Kernwerte (Verantwortung, Gerechtigkeit, Gleichheit, Integrität, Authentizität, Respekt, Solidarität, Menschlichkeit etc), die jeder Mensch individuell in sich trägt. Diese Werte sind immateriell, sie sind geistiger Natur. Mit der Zeit und aufgrund der verschiedenen gesellschaftlichen Einflüssen, haben wir den Bezug zu unseren Kernwerten verloren und sie durch andere, äußere Werte ersetzt, die hauptsächlich materieller Natur sind. Lebt ein Mensch im Kontext seiner Kernwerte, werden ihm i.d.R. 13 Benefits zuteil, wovon er 3-4 vollständig ausleben kann: Fokus, Unaufhaltsamkeit, Spaß, Authentizität, Integrität, Frieden, Fluss etc

Der Mensch ist weder gut noch böse. Der Mensch ist. Erst durch den kulturellen Kontext werden seine Handlungen bewertet. Der Mensch ist kreativ.

Eine These des Autors ist: würde der Mensch seine Kreativität im Kontext seiner Kernwerten ausleben, wäre er wesentlich „produktiver“, authentischer, „erfolgreicher“. Materielle Dinge würden nicht mehr im Vordergrund stehen, dürfen aber ebenso gebaut, benutzt etc werden. Nur eben im Kontext der persönlichen, immateriellen Bedürfnisse.

Zwei weitere Thesen des Autors: Der Mensch wird eine Änderung (ganz gleich worum es sich handelt) erst dann durchführen, wenn er unmittelbar einen echten Nutzen davon hat. Dies bedeutet, dass er einen kulturellen Wertewandel erst dann durchführen wird, wenn dadurch zum Beispiel die Lebensqualität signifikant steigt. Zweite These: Ein Wertewandel steigert die Lebensqualität signifikant.

Ein beispiel für die Gedxanken über einen solchen Wandel wurde an Hand der Arbeitswelt durchgeführt. Das hier nicht weiter beschriebene Ergebnis sieht so aus:

Ob dieser Wandel gelingt, hängt nun davon ab in wie weit es den Bürgern plausibel gemacht werden kann, dass ein Wandel eine Steigerung der individuellen Lebensqualität mit sich bringt. Nur dadurch ist ein echter Wandel möglich.

3. Nationales Thema
Um diesen Wertewandel in die breite Bevölkerung zu transportieren, bedarf es des Werkzeuges eines so genannten „Nationalen Themas“ (NT) nach Martin Sambauer. Das NT ist ein auf drei Jahre ausgelegtes Projekt, welches vom Bundestag aufgrund einer Bürgerpetition beschlossen wird und für welches 0,3 % des BIP zur Verfügung gestellt wird.

Ziel des NTs „Wertewandel“ ist vorbehaltlos zu prüfen, ob der Wertewandel mehr Vorteile als Nachteile mit sich bringt. Dabei dreht sich die Grunddiskussion darum, ob durch einen Wertewandel die Lebensqualität aller Bürger gesteigert werden kann. Werkzeuge des NTs sind Veranstaltungen, Fernsehdiskussionen, Kurse, Vorlesungen, öffentliche Diskussionen, Informationsabende und – Veranstaltungen, umfangreiche Dokumentationen, Zugang zu allen das Thema betreffenden verfügbaren Informationen, Durchdringung des Themas in allen Bevölkerungsschichten.

4. Bedingungsloses Grundeinkommen (BG)
Ein Teil des Wertewandels bedingt die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens. Der Mensch ist ein kreatives, strebendes Wesen. Ob er seine Kreativität in der Produktion von Streubomben auslebt oder in der „geistigen“, immateriellen Selbstverwirklichung auslebt, ist abhängig vom kulturellen Kontext.

Das BG ist umsetzbar, zumal bei einer umorientierten Lebenshaltung der Konsum nicht mehr im Vordergrund stehen wird und somit das Streben nach Einkommen nicht mehr an erster Stelle steht. Auch eventuell fortfallende Arbeitsplätze fallen nicht mehr ins Gewicht, da es keine Rolle mehr spielt, ob jemand arbeitslos ist oder nicht. Damit fallen teure Subventionen und durch verschiedene Maßnahmen künstlich am Leben gehaltene Arbeitsplätze ebenfalls weg, ohne dass dadurch der Druck auf die Politik erhöht wird.

Auf Grundlage des BG kann eine radikale Steuergesetzgebung eingeführt werden. Diese ist sehr einfach, für wirklich alle gleich und transparent. Dadurch kann ein echter Bürokratieabbau beginnen. Die Anzahl der Finanzbeamten wird drastisch sinken, was nicht die Zahl der Arbeitslosen tangiert, da es de facto keine „klassischen Arbeitslose“ mehr geben wird.

Die Arbeitsbedingungen werden sich verbessern, denn die Arbeitgeber sind angehalten attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. Dadurch wird die Lebensqualität massiv verbessert, was wiederum für einen Wertwandel spricht.

5. Resonanzliberalismus
Um die Arbeitsbedingungen verbessern zu können, um das zu produzieren, was wirklich gebraucht wird und um einen möglichst hohen echten „Wirkungsgrad“ im Rahmen der Nachhaltigkeit auf Basis der Triple-Bottom-Line (TBL) zu erhalten, bedarf es einem Resonanzliberalismus, der den momentanen Ordoliberalismus ablöst.

Dabei werden in allen Betrieben, Firmen, bei allen Vereinen, Gruppen, Organisationen, Verbänden, Genossenschaften etc sämtliche Mitarbeiter in die wesentlichen Entscheidungsprozesse eingebunden. Und alle Entscheidungen werden ausschließlich dahingehend gefällt, allen Bereichen der TBL einen möglichst hohen Stellenwert zu geben. Erst wenn eine Entscheidung in allen drei Bereichen der TBL exzellent ist (also ökonomisch sinnvoll, ökologisch nachhaltig und der gesamten Gesellschaft dienlich ist, dies umfasst den Mitarbeiter genauso wie den Chef, den Gärtner genauso wie den Geistlichen, genauso wie den Politiker etc), wird dementsprechend gehandelt.

6. Radikaler Bruch mit allen einschränkenden Ordnungsrahmen
All das, was uns nicht dienlich erscheint, was uns in unserer Entwicklung hin zu einem erstrebenswerten Dasein im geistigen Kontext des Seins nicht unterstützt, dürfen wir bedingungslos verändern und gegebenenfalls auflösen.

Hierzu gehört zum Beispiel eine Werbung und Konsumgesellschaft, die uns Dinge „verordnet“, die wir wahrscheinlich gar nicht benötigen.

Hierzu gehört auch der vorbehaltlose Umgang mit Religion. Wenn eine Religion uns nicht dahin gehend unterstützt, zu einem „entwickelten“ Wesen zu werden, dürfen wir diese Religion in Frage stellen. Wenn eine Religion mit weltlichen Regeln, basierend auf materiellen Gesetzen und mit den Mitteln der Angst uns zu „Sündern“ erzieht, werden wir schwerlich in unserem höchsten Potenzial, in ein Leben frei von Angst finden. Gott wird in vielen Religionen als Vaterfigur bezeichnet. Die Rolle des Vaters hat sich in weiten Teilen dieser Welt geändert. Von einem Autoritären hin zu einem kooperierenden, auf Basis von Liebe und Respekt agierenden Miteinander.

Warum soll sich die Rolle Gottes nicht ebenso geändert haben? Ist Gott nicht groß genug, dass er uns unser höchstes Potenzial gewähren kann? Der Autor sagt: Gott ist größer. Gott ist so groß, dass er alles, wirklich alles akzeptiert, was wir Menschen machen. Er muss in seiner Größe uns nicht bewerten, sondern liebt uns genau so, wie wir sind. Es gibt nach subjektiver Ansicht des Autors kein „richten“, keine Einteilung in gut oder schlecht.

Vielmehr glaubt der Autor, dass wir Partner von Gott sind. Dass sich Gott durch uns ausdrückt. Dass er geradezu uns auffordert, frei und liebend die Welt zu erfahren, „entwickelt“ im Umgang mit uns selbst zu sein. Frei von Angst und uns eingrenzende Gesetzen. Vorausgesetzt, es hat ein echter Wertewandel hin zu zum Sein stattgefunden.

Wenn es uns gelingt, die Lebensqualität eines jeden einzelnen durch einen Wertewandel zu steigern, dann sieht der Autor gute Chancen, bald in einer Welt in Balance zu leben.

Lasst uns jetzt damit beginnen.
Rufen wir auf zu einem „Nationalen Thema Wertewandel“.

F – Die Thesen

1. Der Mensch ist. Er ist weder gut noch schlecht. Erst durch den kulturellen Kontext wird sein Handeln bewertet.
2. Der Mensch ist ein kreatives und strebendes Wesen. Dabei strebt er stets danach, seine Lebensqualität zu erhöhen. Definiert er Lebensqualität im Kontext materieller Werte, wird er alle Mittel dieser materiellen Welt zu seinem individuellen Vorteil ausnutzen.
3. Der Mensch definiert heute Lebensqualität im Kontext materieller Werte.
4. Der Mensch ändert sich nur, wenn er dadurch einen direkten (räumlich und zeitlich) „Gewinn“ ziehen kann.
5. Will der Mensch langfristig im Gleichgewicht mit der Umwelt leben (nachhaltig), muss er seine momentane Lebensweise ändern.
6. Der Mensch hat eine Seele. Er ist ein geistiges Wesen. Er hat –neben seinem kulturellen Kontext- auch einen „Seins-Kontext“
7. Der Mensch entwickelt verschiedene, individuelle Kernwerte, die alle immateriell sind (Gerechtigkeit, Authentizität, Verantwortung etc). Diese Kernwerte sind durch kulturelle Glaubenssätze ersetzt worden.
8. Diese Glaubenssätze wird er nur dann wiederum durch seine „eigentliche“ Kernwerte ersetzen, wenn er dadurch seine Lebensqualität erhöhen kann.
9. Ersetzt der Mensch seine vorhandenen Werte des kulturellen Kontextes (also materielle Werte) durch „Seins“ – Werte (aufgrund der Einsicht, dass er dadurch seine Lebensqualität erhöht), wird er künftig seine Kreativität und sein Streben dafür einsetzen, diese Werte zu entwickeln.
10. Um den Beweis zu führen, dass ein Leben auf Basis der „geistigen“ Kernwerte eine echte Steigerung der Lebensqualität mit sich bringt, wird ein so genantes Nationales Thema eingeführt: der Bundestag beschließt das Nationale Thema „Wertewandel“ aufgrund einer Bürgerpetition und stellt für die nationale „Aufklärung“ 0,3 % des BIPs zur Verfügung.
11. Damit der Bürger sich auf die „geistige“ Entwicklung konzentrieren kann, darf er sich um seine Grundversorgung keine Sorgen machen müssen. – Es wird das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt
12. Um die Wahrscheinlichkeit von „falschen“ Entwicklungen in Gemeinschaften zu minimieren, löst der Resonanzliberalimus den Ordoliberalismus ab. Entscheidungen werden auf Grundlage der TBL / Nachhaltigkeit und im Sinne des für alle besten Ergebnisses getroffen.
13. Der Mensch beginnt, eigenverantwortlich alles einschränkende in Frage zu stellen und stellt seine eigene geistige oder immaterielle Entwicklung in den Vordergrund seines Tuns. Dabei wird vorausgesetzt, dass sich diese Entwicklung hin zum Dienste an der Gesellschaft wendet.
14. Alle einschränkenden Regeln und Organisationen werden durch freie, fördernde Organisationen ersetzt. Dies gilt für Politik und Religion gleichermaßen.
15. Gelingt es, die Lebensqualität auf Basis immaterieller Werte zu erhöhen, so steigt die Chance, im Einklang mit der Natur, in einer Mitwelt langfristig und nachhaltig zu leben.

Anhang

Hier nochmals die Auflistung der Probleme, die derzeit von der Menschheit gelöst werden müssen.

Die Autoren Radermacher, Finkbeiner und Riegler beginnen das Buch “Impulse für eine Welt in Balance“ mit: „Wenn Dein Kind Dich morgen fragt was Du getan hast, als Du bemerktest, dass die Welt aus der Balance geraten ist?“

Hier die Aspekte, die leider dafür sprechen, dass die Welt aus der Balance geraten ist:

Entsprechend der TBL zunächst die Ökologischen Aspekte:
Der Klimawandel ist ja in aller Munde, höhere Temperaturen lassen Gletscher und die Eiskappen der Pole schmelzen, der Meeresspiegel steigt, die Folge sind Überschwemmungen, Hitzeperioden und Unwetter. Bis zu 150 Mio. Klimaflüchtlinge werden für Europa erwartet. Ein weiteres Szenario ist der durch das Schmelzwasser geringere Salzgehalt der Meere. Dadurch könnte der Golfstrom zum Erliegen kommen, was eine Eiszeit für Europa zur Folge haben könnte. Nichts Genaues weiß man nicht, die Forscher jedenfalls sind nicht euphorisch…

Neben dem Klimawandel geht der kolossale Raubbau an der Natur weiter. So sterben nach Angaben des WWF täglich bis zu 130 Arten aus. Jährlich geht die dreifache Fläche der Schweiz an Urwald verloren. Der Abbau von einigen Rohstoffen (zum Beispiel Gold mit Kaliumcyanid) hinterlässt ebenfalls gravierende Folgen in den Ökosystemen.

Öl und Abwasser verschmutzen weiterhin die Meere. Bereits im Dezember 2006 berichtete Greenpeace von einem gigantischen Müllteppich im Pazifik, mit einer Ausdehnung so groß wie Zentraleuropa . Hinzu kommt noch eine Überfischung, die FAO (Welternährungsorganisation schätzt, dass etwa 70 % der kommerziellen Fischbestände erschöpft oder überfischt sind.

Noch Fragen? Die entsprechenden Institutionen geben entsprechende Antworten…

Der zweite Aspekt ist schnell erledigt und behandelt die Ökonomie, also das liebe Geld. Unserer so genannten Wirtschaftskrise und Finanzkrise bedarf es keiner Beschreibung, hierzu wurde alles zig-fach gesagt. Spannend bleibt, ob uns die Mechanismen, die in die Krise geführt haben, aus der Krise heraus helfen. Jedenfalls wurden und werden laut NZZ 7.403.340.000.000 € (also 7,4 Billionen €) an Staatshilfen weltweit ausgegeben . Interessant sind natürlich die gesellschaftlichen Auswirkungen der „Krisen“, die uns zum dritten und Gott sei Dank letzten Teil bringen:

Die sozialen Aspekte sind ähnlich frustrierend und frappierend wie die ökologischen. Während der Mensch die Ökosysteme nicht schont, scheint er seinesgleichen ebenfalls nicht zu schonen. Unsere zivilisierte Gesellschaft gibt jährlich xy € an Entwicklungshilfe aus, bekommt gleichzeitig xy € an Zinszahlungen aus den gleichen Ländern zurück. Täglich sterben xy Menschen an Hunger, davon xy Kinder. Zur gleichen Zeit werden xy € an Rüstungsgeldern ausgegeben. Im letzten Jahrhundert starben übrigens ca. 110 Mio. Soldaten und Zivilisten aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen. Im gleichen Zeitraum sind ca. 150 Mio. bis 200 Mio. Menschen durch Autounfälle ums Leben gekommen. Dies sind die direkten Unfallsopfer (um die Jahrtausendwende jährlich ca. 1,2 Mio.), die zu beklagenden Toten aufgrund von Atemwegserkrankungen dürfte diese Zahl nochmals um das 2,5 fache übersteigen.

Die letzten beiden Punkte umfasst unsere Gesellschaft selbst. Mittlerweile ist jeder 8. Bundesbürger von Armut bedroht. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz beschäftigt insgesamt 900 Mitarbeiter und dient, wie es der Name schon sagt, unter anderem dazu, den Verbraucher (vor den Herstellern / Dienstleistern ) zu schützen. Der Autor fragt deswegen vorsichtig: ist es notwendig, dass wir, die Verbraucher, wirklich geschützt werden müssen, oder ob es nicht tatsächlich ein Skandal ist, dass ein Ministerium dafür notwendig ist, den Verbraucher zu schützen! Wo bleibt das Selbstverständnis eines „fairen“ Miteinanders?

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Sind Sie zukunftsfähig? – SPZ

Warum zukunftsfähig?

Die Welt um Sie herum ist im Wandel. Und Wandel bedeutet immer auch Chancen. Aber wie kann der „Wandel“ konkret aussehen? Welche Chancem kann er konkret für Sie bedeuten?

Aufgrund der äußeren Rahmenbedingungen werden einige bisher als gültig gesehene Prämissen auf den Prüfstand gestellt:

– Kreditvergabe
– Innovationsfähigkeit
– Mitarbeiterpotenziale
– Konsumentenmarkt
– Führung

Allgemein wird ebenfalls von einem „Wertewandel“ gesprochen, der letztlich Katalysator für die oben genannten Einzelpunkte werden kann.

Aus meiner Sicht hat dieser Wertewandel nichts mit einem „hin zum Gut-Menschen-Tum“ zu tun, sondern steht vielmehr für ein „unternehmerisch geführtes Unternehmen“, das Fredmund Malik als „UGU“ kennzeichnet.

Kennzeichen eines UGU sind besser Performance-Zahlen, eine höhere Innovationsfähigkeit und eine bessere Benchmark im Bereich „Human-Potential-Index (HPI)“.

Doch was hat das konkret mit Ihnen zu tun? – Wo stehen Sie? Ist Ihr Unternehmen ein UGU?

Um diese Frage zu beantworten, haben wir vor anderthalb Jahren die „Selbstpositionierung Zukunftsfähigkeit“, kurz SPZ erarbeitet, das seitdem immer weiter entwickelt wird.

Was ist das „SPZ“?

SPZ steht für „Selbstpositionierung Zukunftsfähigkeit“. Und es beantwortet folgende Fragen:
? Kennen Sie Ihren unternehmerischen Status Quo ?
? Kennen Sie Ihre unternehmerischen Ziele ?
? Sind Sie auf dem richtigen Weg, Ihre Ziel auch zu erreichen ?
? Kennen Sie die Gefahren auf dem Weg zu diesem Ziel ?
? Und kennen Sie die Kurve, die Sie nehmen können, um Ihr Ziel zu erreichen ?

Folgende Zeichnung soll das Procedere verdeutlichen:

Unsere These:
Ja, Sie kennen die Antworten auf die oben gestellten fünf Fragen! Und nein, Sie können die Antworten nicht kennen, da Sie „systemimmanent“ sind. Das heitß: Sie können Ihre Position nicht selbst bewerten!

Völlig zurecht werden Sie nun sagen: ein Externen kann das auch nicht, weil er nicht umfänglich alle Informationen hat. Und da haben Sie wiederum vollkommen recht!

Deswegen kann der Ansatz nur aus Ihrem gesamtheitlichen Unternehmen und einem externen „Spiegelhalter“ kommen.

Dieser Spiegelhalter stellt Ihnen die „richtigen“ Fragen und hilft Ihnen, die Antworten „richtig“ zu bewerten. Das Wissen aber liegt in Ihrem Unternehmen.

Die Vorgehensweise:
Wir stellen Ihnen 12 bis 15 Fragen, die alle die Bereiche „Nachhaltigkeit“, „Innovationsfähigkeit“ udn „Wissen“ beinhalten. Sie, bzw. Ihr Unternehmen beantworten diese Fragen. Durch unsere bewährte Visualisierung erhalten sie ein mögliches Zukunftsbild Ihres Unternehmens.

Ihr Nutzen:
Durch die Ergebnisse des SPZ erhalten Sie sofort und unmittelbar die Basis
– Ihre Bonität gegenüber Ihren Stakeholdern zu erhöhen
– Ihr Rating gegenüber Banken und Geldgebern zu erhöhen
– den HPI (Human Potential Index) positiv zu performen
– höhere Transparenz ins Unternehmen zu bringen
– dadurch die Kostenreagibilität zu reduzieren
– das vorhandene Wissen zu kanalisiern
– Innovativer zu werden
– Ihre Nachhaltigkeit nach innen und außen zu erhöhen
– …

Wenn Sie Zukunftsfähig sein wollen, sollten Sie nach unserer Erfahrung auf die Punkte „Nachhaltigkeit“, „Innovationsfähigkeit“ und „Wissen“ Wert legen.

Dadurch werden Sie wahrscheinlich ein „unternehmerisch geführtes Unternehmen“ mit den Vorteilen einer höheren Performance…

Mehr Informationen auch unter www.trends-wege.com

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Was dieser Blog alles bewirken soll

Vier Dinge soll er bewirken:

1. Transparenz in die Arbeitswelt von Frey Consulting und das dazugehörige Netzwerk bringen

2. Das Thema „Zukunftsfähigkeit“ diskutieren

3. meine persönliche Auffassung der „gesellschaftlichen Zukunftsfähigkeit“ widerspiegeln

4. Den Themenbereich „Wertschätzung“ zu beleuchten und, wenn es gelingen sollte:  Wertschätzung zum Leuchten bringen…

Nicht mehr. Nicht weniger.

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Warum ein neuer Blog?

Es gibt viele und auch viele gute Blogs. Und es gibt jeweils einen sehr guten Blog. Das ist immer der eigene Blog, aus Sicht des Schreibers.

Dierser Blog beschäftigt sich unkompliziert mit dem komplizierten Wort „Zukunftsfähigkeit“.

Alles was das bedeutet: gesellschaftlich, politisch, persönlich, technisch… aber auch: gedanklich intellektuell, emotional, subjektiv.

Es geht los…

„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“ sagte einst Albert Einstein.

So sehe ich das ebenfalls.

Zukunftsfähig definiere ich übrigens als „eine menschgerechte Welt in Balance“… und was das bedeutet, soll dieser Blog beleuchten!

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